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Krebsschmerzen

Schmerzen bei Krebs können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Sie bedeuten aber nicht zwangsläufig einen Rückfall oder dass sich die Krebserkrankung verschlechtert hat.

Schmerzen nach der Operation oder bei Untersuchungen

Auch nach geglückter Entfernung einer Krebsgeschwulst können stärkste Schmerzen auftreten. Wie bei jedem anderen Eingriff auch, müssen die Schmerzen konsequent bekämpft werden. Oft ermöglicht erst die Gabe wirksamer Schmerzmittel, dass die Operationswunde ohne Komplikationen abheilt. Auch während und nach Untersuchungen, zum Beispiel einer Knochenmarkspunktion, können Schmerzen auftreten.

Schmerzen durch den Tumor oder seine Tochtergeschwülste

Ist die Entfernung des Tumors oder einer Tochtergeschwulst (Metastase) durch eine Operation nicht möglich, können schwerste Schmerzen auftreten, zum Beispiel Knochenschmerzen. Unterbricht der Tumor die Blutversorgung von Gewebe, löst dies schwerste Durchblutungsschmerzen aus, ähnlich wie bei einem Herzinfarkt.

Schmerzen durch die Behandlung

Vielfach entstehen Schmerzen nur durch die Behandlung. So können unangenehmste Nervenschmerzen mitunter noch Jahre nach einer Bestrahlung oder Chemotherapie entstehen. Die Wahrnehmung der Schmerzen ist dann mit Angst behaftet, da die Betroffenen denken, es seien Tochtergeschwülste entstanden.

"Ein Übel kommt selten allein"

Das Immunsystem von Krebskranken ist häufig geschwächt. Daher sind Tumorkranke anfällig für Infektionen und werden nicht selten Opfer einer Gürtel- oder Gesichtsrose, einer Herpesinfektion, die schwere Nervenschmerzen bereiten können.

Auch Kreuz- und Gelenkschmerzen peinigen Krebskranke mindestens ebenso häufig wie Gesunde, lösen jedoch die Angst vor Knochenmetastasen aus. Neu auftretende Schmerzen müssen bei Krebskranken besonders gründlich abgeklärt werden, aber häufig stecken auch hier banale "gutartige" Leiden dahinter.

Gegen Krebsschmerzen kann man etwas tun

Krebskranke leiden unter verschiedene Arten von Schmerzen – leichte und starke Schmerzen, Nervenschmerzen, Knochen- und Gelenkschmerzen. Gegen jede dieser Schmerzformen gibt es das richtige Mittel.

  • Bei leichten bis mäßigen Gelenk- und Knochenschmerzen haben sich zum Beispiel die Antirheumatika bewährt.
  • Bei starken und sehr starken Schmerzen werden vom Arzt meist Opioide verschrieben. Sie werden insbesondere dann eingesetzt, wenn sich Schmerzen mit einfachen Schmerzmitteln nicht ausreichend bekämpfen lassen.
  • Bei Nervenschmerzen wirken vor allem die so genannten Antikonvulsiva und Antiepileptika, in bestimmten Fällen auch Opioide.

Die Seele leidet mit. Gerade Krebsleiden belasten den Betroffenen auch psychisch stark und daher sind auch die seelischen Nöte dieser Patienten bei der Betreuung immer mit zu berücksichtigen.

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