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Tipps zum Umgang mit Schmerzen

An dieser Stelle finden Sie einige Tipps, die Ihnen wie auch Ihren Angehörigen oder Freunden helfen sollen, die Schmerztherapie aktiv zu unterstützen, beziehungsweise die Schmerzen anzunehmen und zu bewältigen.

Gehen Sie vom Arzttermin nicht verunsichert und zweifelnd nach Hause!

Falls Ihnen (oder auch Ihren Familienangehörigen) noch etwas unklar ist oder Sie noch Fragen haben oder etwas nicht verstehen: Haken Sie bei Ihrem Arzt so lange nach, bis alle Unklarheiten und Zweifel aus dem Weg geräumt sind.
Schreiben Sie sich Ihre Fragen grundsätzlich bereits zu Hause auf und besprechen Sie beim nächsten Termin. Nur so vergessen Sie sicher nichts!

Halten Sie sich genau an Ihren Medikamentenplan!

Sie erhalten von Ihrem Arzt in der Regel einen Zeitplan, wann das/die verordnete/n Schmerzmittel eingenommen werden sollen. Dies soll Ihnen bestmögliche Schmerzfreiheit bieten und möglichst Nebenwirkungen vermeiden. Ändern Sie daher nie eigenmächtig die Zusammenstellung, die Dosis oder den Einnahmezeitpunkt! Kontaktieren Sie immer zuerst Ihren Arzt, wenn neue Beschwerden auftreten oder sich etwas geändert hat.

Setzen Sie niemals Schmerzmittel einfach ab!

Wenn Sie stärkere Schmerzmittel wie zum Beispiel Opioide von einem Tag auf den anderen nicht mehr einnehmen, können Kreislaufprobleme, Schwindel, Übelkeit oder Schwitzen auftreten. Sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Bitte keinen übermäßigen Alkohol!

Gegen ein Gläschen Bier oder Wein unter einer Schmerztherapie ist nichts einzuwenden. Aber bitte denken Sie daran: Alkohol kann die Wirkung der Schmerzmittel verstärken und zu schwerer Benommenheit und Reaktionsverlangsamung führen!

Vorsicht im Straßenverkehr

Schmerzmittel können - bitte lesen Sie immer aufmerksam den jeweiligen Beipackzettel und fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Arzt oder Apotheker - die Aufmerksamkeit und Reaktion beeinflussen. Fahren Sie gegebenenfalls lieber nicht selber, sondern bitten Sie Familienmitglieder oder Freunde.

Reden Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über Ihre Medikamente

Bei versehentlich falscher Anwendung können starke Schmerzmittel zu schwerer Benommenheit und Atemproblemen führen. Nur wenn Ihre nähere Umgebung genau informiert ist, mit was Sie behandelt werden und wie diese Medikamente wirken, können sie in einer solchen Situation richtig reagieren und Ihnen helfen.

Ein Indianer kennt keinen Schmerz?

Es hat überhaupt keinen Sinn, den Helden spielen zu wollen. Wenn Sie Schmerzen haben oder sie schlimmer werden, dann sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt darüber! Bitte verschweigen oder verharmlosen Sie nichts. Denn: Nur Sie allein spüren Ihre Schmerzen! Daher können auch nur Sie einschätzen, wann Ihre Schmerzen ausreichend gelindert sind!

Ablenkung hilft

Konzentrieren Sie sich auf Dinge, die Ihnen besonders Freude oder Spaß machen, sei es Ihre Lieblingsmusik hören, lesen, kochen, etwas basteln oder Ähnliches.

Suchen Sie Kontakt zu anderen - isolieren Sie sich nicht!

Nehmen Sie sich bewusst Zeit für Gespräche mit Freunden, Unternehmungen, Spiele etc. Gehen Sie ins Kino oder Konzert. Auch eine Selbsthilfegruppe kann helfen, denn andere Betroffene verstehen Sie besonders gut und haben vielleicht neue Informationen, Tipps und Ratschläge.

Was tut Ihrem Körper gut?

Lassen Sie viel frische Luft herein und versuchen Sie zu schlafen, um die schlimmsten Schmerzperioden zu überbrücken. Vielleicht bringen kalte oder heiße Umschläge an den schmerzenden Stellen Erleichterung. Oder Einreibungen und Massagen? Wenn Sie wollen und können, tut auch spazieren gehen gut sowie Bewegungsübungen.

Entspannen Sie bewusst!

Setzen Sie sich an einen ruhigen Ort und lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf. Wenn Ihnen dies nur selten oder gar nicht gelingt, sollten Sie vielleicht eine der anerkannten Entspannungstechniken erlernen. Hierzu gehören zum Beispiel autogenes Training, Meditation, Hypnose oder die so genannte "progressive Muskelentspannung". Auch darüber können Sie mit Ihrem Arzt sprechen!