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Bausteine eines Anti-Schmerz-Programms
Schmerzen können das Leben stark beeinflussen. Umso wichtiger ist es, sich um ihre Bewältigung zu bemühen. Am wirksamsten hat sich die "Politik der kleinen Schritte" erwiesen, wobei jeder Betroffene seine Ziele und Methoden selbst für sich finden muss.

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Anhaltende Schmerzen sind oft zermürbend. Anders als bei Schmerzen nach einer Verletzung oder Operation weiß man häufig nicht, woher und wieso. Dabei sind es nicht nur die Schmerzen selbst, die an den Betroffenen nagen, sondern auch Schlafstörungen, seelische Wunden, die Angst vor Schmerzen, die Schwäche und die Hoffnungslosigkeit.
Da ist es umso wichtiger, sein Selbstvertrauen und das Vertrauen in das
Leben wiederzugewinnen - trotz chronischer Schmerzen. Denn die Schmerzen
müssen nicht Ihr Leben beherrschen, wenn Sie selbst die Kontrolle übernehmen.
Nachfolgend finden Sie einige Hinweise, wie Sie es anstellen können,
Ihre Schmerzen in den Griff zu bekommen.
Finden Sie einen Spezialisten
Sind Sie bisher von Arzt zu Arzt gelaufen oder verwiesen worden, dann ist es jetzt an der Zeit, damit aufzuhören. Suchen Sie sich einen Spezialisten, beispielsweise für Rheumaerkrankungen oder einen Schmerztherapeuten, sei es in der eigenen Praxis oder in einem spezialisierten Krankenhaus.
Vielleicht kennt Ihr Hausarzt ja einen mit der Behandlung von Schmerzen
erfahrenen Arzt oder Sie suchen zum Beispiel auf den
Internetseiten
der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie
Nehmen Sie Ihr Leben in die eigene Hand
Mitten im Leben stehen heißt auch, sich um seinen Körper zu kümmern. Und das können nur Sie selbst tun. Um sich gesund und wohl zu fühlen, sollten Sie beispielsweise genug schlafen, sich ausgewogen ernähren und sich ausreichend bewegen. Gerade Bewegung ist wichtig, denn viele Schmerzkranke bewegen sich aus Angst vor Schmerzen zu wenig; Schmerzen nehmen jedoch bei mangelnder Bewegung häufig zu - ein Teufelskreis!
Wie wäre es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen? Bauen Sie Schritt für Schritt zunehmend Aktivitäten und Übungen in Ihren Tagesablauf ein: Beginnen Sie mit einfachen, angenehmen Übungen, die in Ihre tägliche Routine passen. Machen Sie sich einen Plan und fragen Sie auch Ihren Arzt nach geeigneten Übungen.
Setzen Sie sich realistische Ziele! Kein Ziel ist zu klein! Einmal die Freunde zu besuchen oder um den Block zu gehen, können bereits Ziele darstellen, die zu Erfolgserlebnissen verhelfen.
Zusätzlich sind Entspannungstechniken zu empfehlen, beispielsweise die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Solche Verfahren können helfen, besonders Beschwerden in den Griff zu bekommen, die durch Muskelspannung hervorgerufen werden. Auch zeigen sie, wie wichtig der psychische Anteil bei der Bewältigung von Schmerzen ist. Die Betroffenen sollen auf diese Weise fähig werden, Spannungszustände im Alltag schneller wahrzunehmen und ihnen gegenzusteuern. Andere Verfahren sind u. a. das Autogene Training und die Hypnose.
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Geben Sie auf Ihre Gefühle acht!
Gefühle beeinflussen das Schmerzempfinden stark. Schmerz ist oft mit Verlust vergesellschaftet, Verlust der Arbeitsfähigkeit, von Freunden oder Beziehungen, des Geldes. Kein Wunder, dass Menschen mit chronischen Schmerzen häufig an Depression, Angstzuständen und Schlafstörungen leiden.
Daher ist es wichtig, sein Gefühlsleben in Ordnung zu bringen. Es kann sein, dass Ihr Arzt Ihnen ein Medikament gegen Depression, Angst oder Schlafstörungen verschreiben möchte, oder Ihnen eine Psychotherapie empfiehlt. Er denkt dabei nicht, dass Sie "verrückt" sind, sondern sieht Sie als ganzen Menschen, der nicht nur aus Schmerz besteht.
Was Sie tun können:
Vielleicht hilft Ihnen das Schreiben eines Tagebuchs, Ihre Gefühle zu verarbeiten. Öffnen Sie sich auch gegenüber Angehörigen und Freunden, denn niemand kann in Sie hineinsehen, wenn Sie nicht über Ihre Gefühle sprechen. Vermeiden Sie es alleine zu sein und schließen sich beispielsweise einer Selbsthilfegruppe an. Deren Mitglieder kennen Ihre Sorgen und Probleme aus eigener Erfahrung.
Erkundigen Sie sich über Behandlungsmöglichkeiten!
Heutzutage stehen eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Behandlung chronischer Schmerzen zur Verfügung. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Behandlung für Sie die richtige ist. Nur Ihr Arzt und Sie können entscheiden, was für Sie am Besten ist. Teilen Sie ihm dazu alle Ihre Beschwerden und Erkrankungen mit - auch frühere -, damit er das für Sie richtige Medikament aussuchen kann.
Nennen Sie ihm alle Präparate, die Sie einnehmen, einschließlich derjenigen, die Sie rezeptfrei nehmen.