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Arbeiten am Bildschirm

Tipps für den Bildschirmarbeitsplatz

Wer den ganzen Tag vor einem Bildschirm arbeitet, muss nicht nur darauf achten, dass er sich morgens richtig davor setzt. Neben der vollen inhaltlichen Konzentration ist diese Form der Arbeit durch sehr viele kleine Bewegungen gekennzeichnet. Deshalb ist der entscheidende Faktor am Ende eines Arbeitstages, in welcher Haltung man tatsächlich stundenlang vor dem Bildschirm saß, während man sich auf Texte, Rechnungen oder Zeichnungen konzentrierte.

Eine korrekte Haltung bei Blick auf den morgendlichen Begrüßungs-Bildschirm verändert sich innerhalb von Minuten konzentrierten Arbeitens, wenn der Bildschirm schlecht lesbar ist, weil beispielsweise

  • einfallendes Licht oder Kunstlicht sich im Monitor spiegelt
  • Licht aus dem Fenster das Auge blendet
  • wenn der Monitor zu weit weg oder zu nah steht
  • wenn die Raumbeleuchtung nicht ausreicht
  • der Helligkeitsgrad des Monitors nicht stimmt oder
  • eine Kurz- oder Weitsichtigkeit nicht ausreichend korrigiert wurde.

Können Sie zu jeder Tageszeit Ihren Monitor mühelos lesen oder kneifen Sie die Augen zusammen, beugen Sie sich unwillkürlich etwas nach links, rechts, vor oder zurück, recken Sie sich, kriechen Sie in Ihrem Stuhl zusammen, wenn es am Bildschirm spannend wird?

Grafik: Richtiges Sitzverhalten am Schreibtisch

Auch wenn der Kopf aktiv gehalten und dabei viel bewegt werden muss, zum Beispiel wenn der Monitor zu hoch oder seitlich angebracht ist oder wenn ein Papierausdruck intensiv nebenher studiert werden muss, strengt dies die Kopf- und Nackenmuskulatur an. Befinden sich Maus oder Tastatur in einer Position, in der sie nicht bequem bedient werden können, führt dies ebenso wie die vorgenannten Faktoren im Laufe des Arbeitstages zur Einnahme einer Zwangshaltung. Die Nacken- und Armmuskulatur verspannt sich, manche Menschen ziehen bei Stress zusätzlich noch unwillkürlich die Schultern hoch, und am Abend ist der Schmerz oft so großflächig, dass kaum noch festzulegen ist, wo es zuerst wehgetan hat und warum.

Deshalb und weil oft mehrere Punkte zusammenwirken ist es sinnvoll, seinen Arbeitsplatz Punkt für Punkt zu überprüfen.

Tipps:

  • Prüfen Sie, ob Sie Ihren Bildschirm wirklich ausreichend lesen können. Der Bildschirm sollte, um Irritationen durch Lichteinfall gering zu halten, möglichst im 90°-Winkel zum Fenster stehen. Ist dies nicht möglich, kann mit Sonneschutz-Jalousien und Vertikallamellen Abhilfe geschaffen werden. Auch die Deckenbeleuchtung kann sich im Monitor spiegeln, hier muss der Monitor, gegebenenfalls sogar der Schreibtisch umgestellt werden. Bei allen an Bildschirmarbeitsplätzen Beschäftigten ist, unabhängig von der Dauer der Arbeiten, eine betriebsärztliche Untersuchung nach G37 vorgeschrieben, deren Schwerpunkt auf einem Sehtest liegt.
  • Ebenso wichtig wie die richtigen Abstände ist auch eine entspannte Blickrichtung. So sollte der Bildschirm nicht seitlich versetzt, sondern frontal gegenüber, und auch nicht erhöht, sondern direkt auf der Tischplatte stehen.
    Die Beinfreiheit am Schreibtisch sollte, abgesehen von einem Schubladencontainer, nicht von weiterem Mobiliar oder andern Gegenständen eingeengt werden.
  • Ist alles andere in optimaler Arbeits-Reichweite angebracht? Wie entspannt ist der Arm, mit dem Sie mit der Maus arbeiten, wie sitzen Sie, wenn Sie telefonieren, könnte zum Beispiel ein Beleghalter für Dokumente Erleichterung schaffen?
  • Machen Sie regelmäßig kurze Pausen und verschaffen sich Bewegung. Stehen Sie auf und gehen umher, machen Sie kurze Übungen im Bürostuhl, und achten Sie darauf, dass Sie auch während der Arbeit dynamisch sitzen, das heißt zwischen verschiedenen Sitzpositionen wechseln.