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Übungen auf dem Bürostuhl
Die folgenden Übungen sollen Ihnen helfen, verspannte Muskeln zu dehnen und zu lockern. Es handelt sich dabei nicht um ein anstrengendes Krafttraining, bei dem Sie gezielt einzelne Muskeln stärken, sondern um Übungen zum Erhalt der Beweglichkeit, die langsam und gründlich ein- bis mehrmals für ein paar Minuten im Laufe eines Bürotags eingeschoben werden.
Einige Punkte sind für den Erfolg von Dehnübungen von besonderer Bedeutung:
- Werden die Übungen richtig durchgeführt, sollen sie nicht schmerzhaft sein! Eine gesunde Dehnung geht bis zur Grenze des individuell möglichen Bewegungsausmaßes, ohne weh zu tun oder an Muskeln und Bändern zu reißen. Jeder ist in verschiedenen Bereichen unterschiedlich beweglich. Deswegen wird im Folgenden auf Absolutangaben wie "... bis zu den Knien" oder "...drei Zentimeter über dem Boden" verzichtet.
- Dehnung braucht Zeit und Wärme. Haben Sie eine Streckhaltung für einige Zeit behaglich eingenommen, ohne an sich zu zerren und ziehen, können Sie diese oft noch um ein paar Grad erweitern. Versuchen Sie dagegen, unaufgewärmt per Gewaltanwendung dasselbe Streckungsausmaß zu erzielen, kann leicht das Gegenteil herauskommen: ein gezerrter Muskel, der sich gar nicht mehr dehnen lässt.
- Leiden Sie unter akuten Verspannungen, ist das Bewegungsausmaß gegenüber vorher eingeschränkt. Sie sollten in dieser Phase weiterhin Dehnübungen machen und die Entspannung zum Beispiel durch Wärmeanwendungen unterstützen. Dabei sollten Sie sich nicht an Ihrer Bestleistung aus der Vorwoche orientieren, sondern so weit wie möglich ohne dass es wehtut dehnen. Wenn Sie weniger weit auf den Boden kommen als am Vortag, ist die Übung deswegen nicht weniger gelungen!