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Schmerz besiegen - Stress bewältigen
Haben Sie auch die Erfahrung gemacht? Stress, Trauer, Ärger und Niedergeschlagenheit können Schmerzen verstärken, gute Laune kann schmerzlindernd wirken. Wenn Sie lernen, Stress in den Griff zu bekommen, unternehmen Sie auch etwas gegen Schmerzen.
Stress ist ein alltägliches Problem in unserer Zeit. Ärger und Konflikte treffen uns nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch im Privatleben oder im Urlaub. Viele Menschen fühlen sich in Stresssituationen überfordert und werden krank. Deshalb ist es so wichtig, Stress zu erkennen und zu bewältigen.

Stresssituationen erkennen
Jeder Mensch geht anders mit Stresssituationen um. Manche Menschen laufen in solchen Momenten sogar erst zu Höchstform auf. Aber was können Sie machen, wenn Sie sich überfordert fühlen?
Machen Sie sich zuerst Ihre Situation bewusst:
- Was stresst Sie eigentlich genau?
- Wie ist es zu dieser Situation gekommen?
- Wer hat sie ausgelöst?
- Wie haben Sie reagiert?
- Hätte die Situation vermieden werden können?
- Sind es immer dieselben Situationen, bei denen Sie sich aufregen?
- Ist der Ärger privater oder beruflicher Natur oder beides?
- Wie lange leiden Sie bereits unter der Situation?
- Können Sie den Stress umgehen?
- Was hilft Ihnen beim Stressabbau?
- Fühlen Sie sich nur gelegentlich überfordert oder eigentlich fast immer?
- Welche Beschwerden treten in Zusammenhang mit solchen Stresssituationen auf?
Wenn Sie genau eingrenzen können, wo Ihre Probleme liegen, können Sie solchen Situationen in Zukunft gefasster begegnen. Lassen Sie Stress gar nicht erst entstehen!
Krisen meistern – aber wie?
Viele Stresssituationen lassen sich im täglichen Leben nicht vermeiden. Plötzliche Krankheit, geschäftliche Termine oder quengelnde Kinder spannen unsere Nerven an. Wichtig: Bleiben Sie ruhig und gelassen! Aufregung und Hektik belasten Ihre Nerven nur unnötig und machen den Stress noch schlimmer. In anstrengenden Situationen ruhig zu bleiben, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Aber Gelassenheit und Entspannung kann man lernen!

- Entspannungskurse werden zum Beispiel von Volkshochschulen und Krankenversicherungen angeboten. Üben Sie regelmäßig!
- Stehen Sie morgens rechtzeitig auf, damit der Tag nicht schon hektisch beginnt. Ein ruhiges Frühstück lässt Sie gelassener in den Alltag starten.
- Nehmen Sie sich regelmäßig eine "Auszeit" und entspannen Sie sich für 15 oder 30 Minuten. Diese Zeit gehört dann nur Ihnen –jeden Tag.
- Machen Sie alles etwas ruhiger! Im Laufe des Tages kommt es auf die paar Minuten, die Sie etwas langsamer waren, nicht an.
- Vermeiden Sie aggressives Autofahren. Es bringt Sie nicht schneller ans Ziel, belastet Ihre Nerven und stresst auch die anderen Verkehrsteilnehmer.
- Fahren Sie ohne Hektik in Urlaub und genießen Sie Ihre freie Zeit ganz bewusst. Ob Sie fünf Minuten früher oder später ankommen, ist völlig egal.
- Lesen Sie öfters ein gutes Buch, anstatt immer nur fernzusehen. Und wenn doch, dann schauen Sie nicht nur Action- oder Horrorfilme an.
- Auch Musik beruhigt die Nerven. Finden Sie heraus, auf welche Klänge Sie sich am besten entspannen.
- Treffen Sie sich mit Freunden und reden Sie über Ihre Probleme. Fast alle Menschen kennen Stresssituationen und können Ihnen mit Ratschlägen helfen.
- Denken Sie positiv! Auch wenn nicht alles sofort klappt oder im Falle von Krankheiten: es wird wieder besser werden.
- Trauen Sie sich "Nein" zu sagen. Wenn Sie bereits an Ihren Grenzen angelangt sind, können Sie nicht auch noch für alles andere da sein.
Körperlich krank durch Stress?
Wenn man dauerhaft unter Hochspannung steht, besteht die Gefahr, dass sich aus der anfänglichen psychischen Überlastung körperliche Symptome entwickeln. Dabei muss der Stress nicht unbedingt bewusst sein! Auch unbewusste Krisen und Konflikte können zu so genannten "psychosomatischen" Beschwerden führen.
Häufige Beschwerden sind Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzstechen, Schlafstörungen, Blasenreizungen, Kloßgefühl im Hals und Muskelverspannungen. Vertrauen Sie sich bei Beschwerden Ihrem Hausarzt an. Er kann Ihnen weiterhelfen und Sie gegebenenfalls zu einem Spezialisten überweisen.