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Schmerzen im Alter - kein Schicksal!
Falls Sie es noch nicht geahnt haben: Schmerzen sind kein Schicksal des Alters und Schmerzfreiheit kein Privileg der Jugend. Auch im Alter sind Schmerzen gut zu behandeln.
Fühlen Sie sich angesprochen? Dann sind Sie nicht alleine. Schmerzen quälen Ältere besonders häufig; jeder vierte ältere Mensch leidet ständig oder wiederkehrend an Schmerzen. Doch es ist ein nach wie vor weit verbreiteter Irrglaube, dass Schmerzen einfach zum Alter "dazugehören".

Auch Sie haben das Recht auf eine wirksame moderne Schmerzbehandlung. Ansonsten erfüllt es den juristischen Tatbestand der Körperverletzung. Schmerzen können in der Regel auch bei Hochbetagten erfolgreich gelindert werden.
Weit verbreitet: stilles Leiden
Wieso aber leiden gerade Senioren so oft an Schmerzen? Vor allem berichten viele Ältere dem Arzt nicht von ihren Beschwerden, sondern nehmen sie als schicksalhaft hin. Letztlich können Sie sich nur selbst vor Schmerzen schützen, wenn Sie sie beim Arztbesuch ansprechen.
Schmerzmedikamente: Worauf ist im Alter zu achten?
Für eine Schmerzbehandlung mit und ohne Medikamente gibt es keine Altersgrenze und auch im Alter muss man frühzeitig handeln.
Bei der Schmerzbehandlung im Alter gibt es einige Besonderheiten:
- Die Funktion der für den Abbau und die Ausscheidung von Medikamenten wichtigen Organe Leber und Nieren ist eingeschränkt: Die verabreichte Schmerzmittelmenge wird oft vermindert, weil bereits weniger Schmerzmittel genauso stark und lange wirken, wie bei jüngeren Erwachsenen.
- Vielfach leiden Hochbetagte zusätzlich an Diabetes, Herz- und Augenleiden,Schlafstörungen etc. Hier muss Ihr Arzt gegebenenfalls ein geeignetes Schmerzmittel auswählen.
- Oft sind stärker wirksame Opioide in einer geringen Dosis - selbst über längere Zeiträume - besser verträglich als rezeptfrei erhältliche "leichtere" Schmerzmittel.
- Ihr Arzt sollte darauf achten, welche Nebenwirkungen auftreten können. Manche Opioide verursachen praktisch keine Verstopfung, was bei älteren Menschen oft besonders wichtig ist.
- Je weniger Tabletten Sie einnehmen müssen, desto besser sind die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung!
Kampf gegen Einsamkeit und Depression
Als älterer Mensch haben Sie bestimmt schon eine Menge mitgemacht: Neben Ihrer körperlichen Gebrechlichkeit haben Sie vielleicht Ihren Ehepartner verloren, mussten in ein Pflegeheim oder leiden an Depressionen. Hier gilt es für Sie, Strategien zu entwickeln, mit denen Sie solche Probleme bewältigen können und alle Register der Schmerzbehandlung zu ziehen.
Es gibt Möglichkeiten, wie Sie aus dem Teufelskreis von Einsamkeit, Depression und Schmerzen ausbrechen können: Treffen Sie sich mit anderen Senioren, suchen Sie sich eine neue Aufgabe, machen Sie mit beim Seniorensport. Das bewirkt oft Wunder. Falls Sie es nicht alleine schaffen: Wie bei Jüngeren ist eine psychologische Unterstützung, alleine oder in der Gruppe, oft segensreich. Anstehende Probleme anzusprechen - von spirituellen Aspekten bis hin zu Testament und Beerdigung - kann hier manches Leid lindern. Fragen Sie auch Ihren Arzt!
Mehr zur Behandlung mit Opioiden:
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